Automatenfotos (2001 – unendlich)
Seit dem 5.10.2001 mache ich, möglichst in jedem Monat (der März, mein Geburtsmonat, ist davon meist ausgenommen), ein Foto am Automaten. Wenn möglich am gleichen Tag. Dies ist keine neue Idee, fürwahr, aber es interessiert mich trotzdem.
Die inzwischen entstandenen 210 Fotos sind hier nun erstmals öffentlich ausgestellt. Alle Fotos finden sich auch unter http://harthbasel.de/?page_id=56
Die obere Reihe beginnt links beim ersten Foto und endet rechts im Juni 2011, die untere Reihe wird links mit dem Juli 2011 fortgeführt und endet rechts im April 2021. Interessanterweise ergibt es sich ab einem bestimmten Zeitpunkt, dass oberes Foto und unteres Foto eines Rahmens exakt 10 Jahre auseinanderliegen. Das liegt wohl daran, dass unterwegs der ein oder andere Monat aus dem Raum-Zeit-Kontinuum herausgefallen zu sein scheint. Konsequenz ist halt was für Anfänger.

Verstoffwechslung (Hinterstübchen)
Die Weltraumfahrt: ein Abfallprodukt der Bratpfannenbeschichtungsforschung… Da ich meine Arbeit als ein diskontinuierliches Kontinuum verstehe, bestehend aus einem fortdauernden Malen und Zeichnen, Texten und Beobachten, einem ständigen Aufnehmen, Verstoffwechseln und Neu-Ordnen von Wahrgenommenem, Begriffen und Begriffenem, als ein ständiger Versuch, das eigene Denken flüssig zu halten, entstehen natürlich immer und überall, neben den zielgerichteten Produktionen, beiläufige Dinge. Skizzen, Schallplattencover für den privaten und öffentlichen Gebrauch, visuelle Denkerlebnisse. Was zeigt ein Museum? All dies. Normalerweise leider nicht.
Das Spannende passiert im Hinterstübchen. Oder auch nicht. Gekonnt, aber nicht gewollt.

Honecker-Museum:
aus dem Honecker Museum (Honecker und Hund)
aus dem Honecker Museum (Strauß und Honecker)
aus dem Honecker Museum (3 Reclam-Hefte, kanonische Werke, bemalt)
Die Arbeiten zum Honecker-Museum entstehen in den Jahren 2003 bis 2005. Malereien, Fotografien, überarbeitete Malereien, die wieder fotografiert werden und Vorlagen für neue Malereien sind. Die Idee und der Abklatsch dieser Idee und der nochmalige Abklatsch und die Verfremdung. Bei WADI finden sich vier Arbeiten aus diesem Konvolut. Drei Reclamhefte in der Vitrine im Wadgasser Hof und versuchen einen Dialog mit den anderen unbearbeiteten Reclams aus anderen Welten. Und dieses Bild mit Honecker im Grünen mit Hund. Nie so passiert. Aber wundervoll gemalt. Die Wahrheit ist ein ganz schwieriger Begriff. Obwohl: F.J. Strauß und E. Honecker sollen sich bestens verstanden haben.

 

 

INFORMIEREN – DEFORMIEREN (aus den „tagessätzen“)
Die „tagessätze“ sind Versuche über die kleine Form. Gestartet wurden diese Sätze am 6. Mai 2006. Zuerst in diversen Notizheften und Büchern, später nur noch im Netz. Zur Zeit kommt ein Satz immer nur dann dazu, wenn er sich wirklich aufdrängt. Manchmal ist es auch nur ein Wort. Auch Sprache ist eine bildende Kunst. Oft, zumindest.

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